Donnerstag, 9. Januar 2014

Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit

Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit sind nach dem Satipatthana Sutta, einer berühmten Lehrrede des Buddha:
1. Die Achtsamkeit auf den Körper
2. Die Achtsamkeit auf die Gefühle/Empfindungen
    Bewertung als positiv, negativ oder neutral
3. Die Achtsamkeit auf den Geist
    auf dessen aktuellen Zustand z. B. abgelenkt, konzentriert, verwirrt
4. Die Achtsamkeit auf die Geistesobjekte
    auf alle äusseren und inneren Objekte, die im Moment wahrgenommen werden

Achtsamkeit ist gemäss Jon Kabat-Zinn eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit, die
1. absichtsvoll ist,
2. sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht
    (weder auf die Vergangenheit noch die Zukunft), und
3. nicht wertend ist

Achtsamkeit unterscheidet sich klar von Konzentration. Bei Letzterem handelte es sich um die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt wie etwa einen Baum. Im Fokus ist nun dieser Baum und die ganze Wahrnehmung richtet sich auf diesen Gegenstand. Achtsamkeit hingegen ist viel weiter, hier wird die ganze Breite der Wahrnehmung aufgenommen.
Foto: stress-und-achtsamkeit.ch
Kabat-Zinn hat in seinem Buch "Im Alltag Ruhe finden" folgende Beschreibung von Achtsamkeit gegeben: "...so intensiv und befriedigend es auch sein mag, sich in der Konzentration zu üben, bleibt das Ergebnis doch unvollständig, wenn sie nicht durch die Übung der Achtsamkeit ergänzt und vertieft wird. Für sich allein ähnelt sie (die Konzentration) einem Sich-Zurückziehen aus der Welt. Ihre charakteristische Energie ist eher verschlossen als offen, eher versunken als zugänglich, eher tranceartig als hellwach. Was diesem Zustand fehlt, ist die Energie der Neugier, des Wissensdrangs, der Offenheit, der Aufgeschlossenheit, des Engagements für das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrung. Dies ist die Domäne der Achtsamkeitspraxis…".

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