Samstag, 1. Februar 2014

Unser Gehirn, ein lernendes Organ

Foto: neuro-programmer.de

Das Gehirn ist ein lernendes Organ und genau dafür wurde es geschaffen. Es verändert sich tagtäglich durch unsere persönlichen Erfahrungen. Alles, was wir wiederholt aufnehmen, fühlen und denken verändert unsere neuronalen Strukturen in unserem Gehirn. Aktive Synapsen werden sensibler, neue Synapsen bilden sich und alle was nicht aktiv ist, verkümmert auch im Hirn.
Die meisten Dinge, welche wir während des Tages aufnehmen, fühlen oder denken, streichen einfach durch unser Gehirn wie der Wind durch ein Gebüsch und hinterlassen keinen neuronalen Abdruck. 
Foto: neuro-programmer.de



Alles, was wir jedoch intensiv wahrnehmen und wiederholt Aktivität im Gehirn auslöst, hat hingegen einen prägenden Einfluss auf unsere neuronalen Strukturen. Das bedeutet, dass sich Neuronen, welche gleichzeitig aktiv sind, durch Synapsen miteinander verbinden. So werden wiederholte Situationen zu neuronalen Netzwerken (Neurons that fire together, wire together). Unsere Psyche beeinflusst dadurch unser Gehirn, Tag für Tag. Es sind also unsere wiederholten Erfahrungen, die zählen, denn sie hinterlassen Spuren im Gehirn mit all ihren Vor- und Nachteilen.  

Ein Geist, der sich den ganzen Tag über immer wieder mit übertriebener Selbstkritik, Kränkungen und Sorgen befasst, entwickelt ein Gehirn, welches anfällig ist auf Ängste, Niedergeschlagenheit, Frustration, Wut und Trauer. Jemand der sich aber auf das Gute besinnt, was der Tag ihm beschert, wie bspw. dass er ein Dach über dem Kopf und zu essen hat, Stolz ist auf seine geleistete Arbeit ist, zeitweise in angenehmen Gefühle schwelgt, wird mit einer positiven Grundstimmung, einem gesunden Selbstwertgefühl sowie einer realistisch-optimistischen Sichtweise belohnt.

Worauf wir also unsere Aufmerksamkeit richten, womit sich unser Geist beschäftigt, sind die wichtigsten Faktoren, um unser Gehirn positiven umzugestalten. Natürlich gibt es immer wieder Schmerzen, Sorgen und Probleme, doch wir haben einen erheblichen Einfluss darauf, womit sich unser Geist beschäftigt. Letztlich bedeutet das, dass wir unsere Erfahrungen, die unser Gehirn positiv beeinflussen bewusst ausdehnen, ja sogar selbst erschaffen können.

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